18. Dezember 2016

Lori Wilde - "Schneegestöber im Herzen"

Zur Weihnachts- und Winterzeit lese ich ganz gerne auch mal einen entsprechenden Roman. Einen davon möchte ich euch heute vorstellen.




Buch:


Lori Wilde
Schneegestöber im Herzen
Weltbild GmbH, 2016
Preis: 7,99 Euro
Taschenbuch, 415 Seiten
Genre: Liebesroman





Inhalt:

Hutch, ehemaliger Special Forces Operator, war in Afghanistan und hat dort einen Angriff als Einziger seiner Einheit überlebt. Momentan hält er sich in einer Klinik auf. An seiner linken Hand fehlt der Zeigefinger und sein Hals wurde durch einen Splitter verletzt. Seitdem spricht er nicht mehr. Die Ärzte sind sich einig, dass es nicht einzig an der Verletzung liegt, sondern auch an der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Somit ist er ungeeignet für die Army und wird ehrenhaft entlassen.
Sein Haus liegt in einem kleinen Ort Namens „Twighlight“ und wird von seiner kleinen Schwester Ashley mit Tochter Kimmie bewohnt.
Was Hutch nicht weiß : Ashley hat seit sechs Wochen eine Untermieterin...
Jane Sommers (eigentlich Meredith Sommers) und ihren Sohn Ben. Beide Kinder sind vier Jahre alt und verstehen sich prächtig.
Ashley leidet unter Borderline und verschwindet eines Tages einfach mit irgendeinem Kerl nach Acapulco. Seither war sie nicht mehr erreichbar.
Man erfährt ziemlich schnell, dass Jane nur ein Deckname ist. Meredith hat schon viele Decknamen benutzt. Seit sechs Jahren ist sie auf der Flucht. Unter anderem, weil ein Haftbefehl wegen versuchten Mordes vorliegt.

Ein Special Forces Soldat und eine Flüchtige unter einem Haus. Na das kann ja etwas werden...
Aber wo ist Hutch's Schwester Ashley?
Und was verbirgt Jane für ein Geheimnis?


Meine Meinung:


Ein Liebesroman mit ernstem Hintergrund. Spannend, aufreibend und romantisch. Erst war ich ja etwas genervt. Irgendwie sind es in amerikanischen Romanen immer irgendwelche Soldaten (meist der Special Forces), die in den Himmel gehoben werden. Maskulin, muskelbepackt, dominant und jederzeit zum Töten bereit. Von den Frauen vergöttert erfüllen sie jedes Heldenbild – so auch Hutch.

Trotzdem bringt Wilde mir die Geschichte der Protagonisten einfühlsam nahe.
Ihre Vergangenheit, Erlebnisse aus der Kindheit und was zur derzeitigen Situation geführt hat. So schafft sie es nicht nur, dass Meredith sich Hutch öffnet und vertraut, sondern auch ich fühle mich immer mehr von ihm angezogen. Aus einem Soldaten wird der verständnisvolle Ersatzvater mit Charme und Humor.

Und ja, er hat den Titel „Held“ definitiv verdient. :-)

Auch Meredith wird mir immer sympathischer. Eine tapfere, kluge und liebevolle Mutter.
Das Buch bekommt nochmal einen richtigen Schupps, als es Tote gibt. Damit habe ich nun gar nicht gerechnet. Das macht es nochmal um so einiges lesenswerter. Alle aufkommenden Fragen werden im Verlauf der Geschichte aufgeklärt, was ich sehr wichtig finde.


Fazit:


Ein schönes Buch für die Frau, die mal nicht nur von Liebe, Herzschmerz und Erotik lesen will. So darf es zur Abwechslung auch mal eine Brise „Krimi“ sein. Sehr gelungene Winterlektüre, da auch die Weihnachtsstimmung nicht zu kurz kommt.

Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Sternen.

****


Weitere Informationen auf meiner Facebook-Seite.

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