4. Januar 2017

Josephine Angelini - "Göttlich, Verdammt"

Meine Arbeitskollegin hat eine 12 jährige Tochter. Schon seit einiger Zeit empfehle ich ihr diese Bücherreihe (3 Bände). Sie zweifelt noch daran, ob sie altersgerecht für die Kleine ist. Um ihr die Entscheidung leichter zu machen, habe ich die Bücher erneut gelesen und nun folgt die Rezension dazu.



Buch:

Josephine Angelini
Göttlich – Verdammt; Band 1
Oetinger Taschenbuch, 2014 (3. Auflage)
Preis: 9,99 Euro
Taschenbuch, 494 Seiten


Inhalt:

Helen wächst auf der Insel Nantucket auf. Sie ist 16 (fast 17) Jahre alt; 178 cm groß; athletisch und von außergewöhnlicher Schönheit. Das macht ihr jedoch ordentlich zu schaffen. Denn jedes Mal, wenn sie die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zieht, bekommt sie schreckliche Magenkrämpfe. Die Tatsache, dass Helen mehr Kraft hat als andere Menschen besitzt und noch dazu sehr schnell rennen kann, hilft da nicht besonders. Sie versucht, beides so gut es geht zu verbergen. Obwohl Helen nicht ihr ganzes Potential in der Schule zeigt, nimmt sie trotzdem regelmäßig am Lauftraining teil. Sie erhofft sich ein Sportstipendium, um endlich die Insel verlassen zu können.

Seit dem Babyalter ist sie mit der Asiatin Clare eng befreundet. Clare ist mit ihren 155 cm; dem frechen Mundwerk und dem wohl sympathischsten Lachen eine super Ergänzung zu Helen. Außerdem hat Clare einen sehr scharfen Verstand. Nur, wenn sie mal wieder ihre Tarotkarten legt, zweifelt Helen daran.
Clare ist es auch, die Helen von den neuen Bewohnern der Insel erzählt: eine Großfamilie. Es soll sich dabei um zwei Männer (einer ist verheiratet, der andere ein Witwer), ihre Schwester und fünf Kinder handeln. Zwei der Jungen gehen in die gleiche Klassenstufe wie Clare und Helen. Die Karten sagen, dass die beiden sich in jeweils einen der beiden verlieben werden.
Helen, die das als Humbug abtut, weiß zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht, wie richtig Clares Karten ihr Schicksal legen.

Während ihres ersten Schultages des neuen Schuljahres plagt Helen eine andauernde schlechte Laune. Weder Clare noch ihr Kumpel Matt können sie aufheitern. Das Zusammentreffen mit ihrer ehemals besten Freundin Lindsey, mit der sie schon seit einigen Jahren zerstritten ist, kommt ihr nicht gerade gelegen.
Nach dem viel zu langen Tag folgt eine viel zu lange Nacht.
Merkwürdige Träume plagen Helen. Sie stapft in ihren Träumen stundenlang durch ein sehr trockenes, wüstenähnliches Land. Spitze Steine und Dornengestrüpp zerschneiden ihr die Füße und Beine.
Als Helen wach wird, hat sie einen unsagbaren Durst und ihre Füße bluten; die Beine sind zerschrammt.
Was passiert hier?

In den nächsten Tagen erfährt Helen, dass die neuen Einwohner der Insel Delos heißen. Hektor, der älteste Sohn, ist noch in Spanien und kommt nach. Seine jüngeren Zwillingsgeschwister heißen Adriane und Jason. Die letzten beiden Kinder sind sein Cousin Lucas und dessen Schwester Cassandra. Alle sollen unglaublich toll aussehen und sehr klug sein.
Helen ist einfach nur genervt von den Erzählungen. Jedes Mal, wenn sie einer der Delos von weitem sieht oder hört, bekommt sie schlechte Laune, die nicht mehr abbrechen will.
Als sie zum ersten Mal persönlich auf einen der Delos trifft – Lucas – überkommt sie der unwiderstehliche Drang, diesen zu töten. Nach ihrem Angriff auf ihn, findet sie sich bei der Krankenschwester wieder und versteht ihre eigenen Gefühle und ihr aggressives Handeln nicht.
Ab da an versucht Helen, den Delos aus dem Weg zu gehen. Diese tun es ihr gleich. Anscheinend verspüren auch sie das Verlangen, Helen zu töten.

Erst von Castor, Lucas´ Vater, bekommt sie ein paar Antworten.

Eine Reise durch die griechische Mythologie mit Verbindungen zum trojanischen Krieg folgt. Hinter dem Hass steckt eine verstrickte Geschichte, Familienbindungen werden gelüftet und Helens Schicksal wird offenbart.

Lucas und Helen werden, wenn sie ihrer Liebe zueinander folgen, etwas Schreckliches in den Gang setzen und das muss verhindert werden.
Aber wie soll das möglich sein, wenn beide kaum den Blick voneinander abwenden können?

Meine Meinung:

Der Schreibstil von Angelini ist einfach, flüssig und sehr packend.
Ich habe viel über die griechischen Götter und den trojanischen Krieg gelernt, wurde aber nicht von langatmigen Details erschlagen. Hinzu kommt die ergreifende Liebe der beiden Teenager und die Tragödie, die dahintersteckt. Außerdem wird ständig gekämpft und ich bin schon etwas nervös, wer denn nun gewinnt.

Ständige Gedanken wie: „Ach so?“; „Oder doch... Nein, warte... Wie jetzt?“ und „Echt jetzt?! Auch das noch!“ begleiten mich beim Lesen.

Alle Personen wirken sehr lebendig und sympathisch. Gut, es gibt schon die eine oder andere Ausnahme. ;-)

Fazit:

Dieses Buch möchte ich euch wirklich ans Herz legen. Wer es nicht gelesen hat, ist selber Schuld.
Ich bekam die Empfehlung vor einigen Jahren von meiner Tochter (damals 16 Jahre alt). Es ist ein Jugend-/ Fantasybuch für Jung und Alt. Und selbst nach dem zweitem Lesen finde ich es einfach nur klasse!
Das Zweite liegt schon bereit und schreit nach mir. :-)

Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sternen

*****


Weitere Informationen auf meiner Facebook-Seite.

Kommentare:

  1. Ich habe es über die Feiertage nicht geschafft, deinen Blog zu besuchen. Es freut mich, wie vielfältig deine (noch kleine) Sammlung geworden ist. :-)
    Zu diesem Buch: Ich habe selbst Kinder in diesem Alter und laut meiner Tochter soll die Reihe so gut sein, wie du sie bewertet hast.
    Passend zu der Reihe kann ich die Percy Jackson Bände empfehlen. Die sind auch etwas für Jungs.
    Einen schönen Tag dir noch. :-)

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  2. Hallo. Schön, dass du wieder da bist.
    Ein gesundes neues Jahr !!
    Ja, Percy Jackson haben wir auch gelesen. :-)

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