21. Mai 2017

Patricia Gaffney - "Sommer der Hoffnung"

Gefühlvoller Roman, dessen Handlung im späten neunzehnten Jahrhundert spielt. Mal etwas anderes.



Buch:

Patricia Gaffney
Sommer der Hoffnung
Heyne-Verlag; 06.06.2007
Preis: 3,00 Euro
Taschenbuch; 480 Seiten
Genre: Bonbonbuch





Inhalt:

Der junge Humanmediziner Dr. Tyler Wilkes ist erst erbost darüber, als die schüchterne, junge und stumme Carrie Wiggins ihn um seine Hilfe bittet, ihrem Hund zu helfen. Doch mit ihrem flehendem Blick hat sie ihn sofort für sich eingenommen.
Wer ist sie? Woher kommt sie? Und war sie schon immer stumm?
Tyler will ihr unbedingt helfen, ihre Stimme zu erlangen, doch erst muss er ihr Vertrauen gewinnen.


Meine Meinung:

Die erste Hälfte des Buches zog sich ein bisschen hin wie Gummi.
Doch das machte der schöne, flüssige Schreibstil wett. Gaffney beschreibt nicht nur die Protagonisten sondern auch die Nebenfiguren wunderbar. Ebenso werden die landschaftlichen Gegebenheiten detailliert beschrieben (für manche vielleicht zu genau). Ich hatte das Gefühl, als würde ich vor einem riesigen Gemälde stehen mit Protagonisten, die mir auf Anhieb ans Herz gewachsen sind. So ein bisschen erinnerte mich dieses Buch (vom Schreibstil her) an Jane Eyre.
Langsam steuerte Gaffney auf den Höhepunkt zu und ab der Mitte des Buches, ging es dann hauptsächlich nur noch um die verbotene Romanze von Claire und Tyler.
Ich war gepackt. So sehr wünschte ich mir ein Happy-End für die beiden. Doch so einfach sollte es nicht werden.
Immer tiefer wurde ich in die Geschichte von dem Mediziner Tyler und dem aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Mädchen Clare hineingezogen. Spannend und tragisch war auch das Verhältnis von Claire zu ihrem gewalttätigem Stiefvater Artemis. Immer deutlicher wurde mir klar, dass dort in ihrem Heim ggf. schlimme Dinge geschehen. Was steckte nur dahinter?
Schließlich eskalierte die Situation zwischen Artemis und Claire. Sie sucht Schutz bei Tyler. Gaffney schafft eine wunderbare Atmosphäre, als sie über die erste gemeinsame Nacht der beiden schreibt. Sehr gefühlvoll, zärtlich und schön.

Dann kommt eine Wende, mit der ich so nicht gerechnet habe. Einerseits habe ich sie mir so gewünscht, aber der nächste Gedanke war dann auch schon: Ach herrje, und was nun?

Die letzten hundert Seiten konnte ich dann gar nicht schnell genug lesen, da sich die Ereignisse nur so überschlugen. Spannend!

Fazit:

Gefühlvoller Roman, in dem die Klassenunterschiede eine zentrale Rolle spielen. Hat die Liebe trotzdem eine Chance zu gewinnen? Sehr schönes Buch. Ich habe es gerne gelesen und vergebe daher 5 von 5 Sternen.

*****


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