5. März 2017

Sylvia Day - "Crossfire, Offenbarung"

Okay, der erste Band konnte mich nicht wirklich überzeugen, aber vielleicht wird der Zweite ja besser. :-)


Buch:

Sylvia Day
Crossfire; Offenbarung; Band 2
Heyne Verlag; 04/2013
Preis: 9,99 Euro
Taschenbuch; 412 Seiten


Seit Wochen sind der „Engel Eva Tramell und „Mr. Dunkel und gefährlich“ Gideon Cross nun ein Paar. Sie verbringen wundervolle Tage und noch aufregendere Nächte miteinander. Auf eine harte Probe werden sie gestellt, als die Ex-Partner aus ihrer Vergangenheit wieder in ihren Leben auftauchen.
Gideon ist auch immer noch nicht bereit, Eva seine (Alb-)Träume zu erklären.
Wie kann ihre Liebe eine Zukunft haben, wenn er ihr nicht vollends vertraut?
Doch es droht noch eine ganz andere Gefahr....


Meine Meinung:


Es fällt mir wahnsinnig schwer, diese Rezension zu schreiben, weil mir irgendwie die Worte fehlen...
Da ist diese junge, bildschöne Frau und der erfolgreiche, atemberaubende Geschäftsmann. Beide sind von ihrer Liebe zum anderen geradezu besessen. Eva leidet Höllenqualen, wenn sie auch nur für einen Tag voneinander getrennt sind. Das wirkt auf mich irgendwie unglaublich und macht mich sogar etwas wütend.
Wie kann sich eine Frau derart abhängig von einem Mann machen?
Zumal im Buch immer wieder erwähnt wird, wie sich Eva ihre Unabhängigkeit mühsam in Therapien erarbeitet hat. Nun unterliegt sie seinem immer größer werdendem Kontrollzwang. Dass es sich dabei hauptsächlich um Beschützerinstinkt handelt, rückt eher in den Hintergrund.

Es gibt eine Szene in der Limousine, nachdem Eva von ihrem Ex-Freund Brett geküsst wurde. Gideon sieht das, vermöbelt ihn und die beiden fahren sonst wohin. Gideon wütend, Eva verzweifelt. Aber was dann folgt, ist meiner Meinung nach derart beschämend, dass ich als Leserin mich für sie schäme. Wie kann sie sich freiwillig so unterwerfen? Ein bisschen Würde sollte sie sich doch erhalten, auch wenn sie nicht so ganz unschuldig an den Geschehnissen ist.
Und das ist nur eines von vielen Beispielen. Immer wieder macht sie irgendetwas Dummes, es kommt zu Streit, Gideon muss sie bremsen, es kommt zum Sex und alles ist wieder schön.
Sylvia Day zeigt hier ein Bild von einer Frau, das geradezu beleidigend ist.

Und dieser dominante Geschäftsmann, dessen Aufgabe darin liegt, dieses Mädel zu erden, wirkt auf mich schon fast sympathisch. Er gibt sich wirklich viel Mühe, Eva glücklich zu machen, ihr die Sicherheit zu geben, die sie braucht und ist ständig damit beschäftigt, ihr doch zu sagen, wie toll und einzigartig sie ist.
Ich möchte brechen.
Mal abgesehen von dieser doch recht nervenden Eva ist die Story an sich ganz gut. Auch der Sex entwickelt sich langsam interessanter. Cary (Evas schwuler Freund und Mitbewohner) lockert alles ein bisschen auf. Toll fand ich Daddy Victor Ryes. Klasse Mann!
Als Gideon sich zum Ende des Buches aber verändert, ist Eva vom Donner gerührt. Jetzt trifft er sich wieder mit seiner Ex-Verlobten, redet kaum noch mit Eva und Sex haben sie auch keinen mehr. Er sagt ihr zwar immer wieder, dass alles seinen Grund hat, sie ihm vertrauen soll und auf ihn warten soll, aber das reicht ihr nicht. Sie trennt sich von ihm. Na super...
Das hinter seinem Verhalten gravierende Ereignisse stecken, darauf kommt sie gar nicht erst. Ob es für die beiden dennoch eine Zukunft gibt, musst du schon selber herausfinden. ;-)


Fazit:


Für mich als Frau, die im fest Leben steht, war dieses Buch doch eher eine Zumutung. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu abgebrüht.
Ich weiß noch, dass ich es vor vielen Jahren schon einmal gelesen habe und für sehr gut befunden habe. Heute dagegen... na ja.
Also ich vergebe gut gemeinte 2 von 5 Sternen.

**


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