14. Februar 2018

Meredith Wild - "Hardwired, The Hackers Series"


Erst vor kurzem habe ich mal wieder in gebrauchten Büchern nach neuen Schätzen gestöbert. Das Cover des ersten Bandes faszinierte mich auf Anhieb, weswegen ich mir die gesamte Reihe schnappte. Jetzt freue ich mich, dir diese vorzustellen.




Buch:

Meredith Wild
Hardwired, The Hacker Series; Band 1
EGMONT Verlagsgesellschaft; Mai 2016
Preis: 12,99 Euro (für mich 5,43 Euro)
Taschenbuch; 323 Seiten
Genre: Erotik






Inhalt:

Erica Hathaway hatte schon an der Uni begonnen, ihr eigenes Internet-Startup zu entwickeln. Nun sucht sie einen Investor, damit ihre eigene Firma florieren kann.
Blake Landon, Geschäftsführer von Angelcom, lässt sie bei einem Meeting jedoch eiskalt abblitzen.
Wütend und beschämt schwört Erica sich, diesen unglaublich gutaussehenden, charismatischen und geheimnisvollen Mann zu hassen.
Was sie nicht weiß: Landon zweifelt nicht etwa an ihrer Kompetenz, sondern er hat noch Dinge mit ihr vor, die sie vor Lust aufschreien lassen sollen.


Meine Meinung:

Huch, was ist das denn?
Ich wurde schon von Anfang an mit sehr viel Computernerd-Sprache überhäuft, sodass ich wirklich nicht schlau daraus wurde, was Erica da nun arbeitete. Obwohl Wild sich wirklich Mühe gab, mir das Thema näher zu bringen, begriff ich es tatsächlich erst ziemlich zum Ende des Buches.
Und ganz ehrlich: Ich wusste gar nicht, dass man dafür Investoren braucht. ;-)

Also... die beiden Protagonisten waren Computerfuzzis. Aber natürlich mit Model-Aussehen und -maßen. Muss ja so sein. :-( Während die beiden sich mit Bytes, Bites und Millionen herumschlugen, hatte ich die Gelegenheit, mir Erica und Blake mal etwas genauer anzuschauen.
Erica fand ich anfänglich recht sympathisch. Eine junge Frau, die schon sehr früh ihre Mutter verloren hatte und in deren bester Freundin ihre Vertraute fand. Schon an der Harvard Universität entwickelte sie ihre Internetseite und versuchte nun ihre Firma auszubauen. Auf mich wirkte sie recht taff, wenn auch ein bisschen nervös. Das war zumindest solange so, bis sie auf Blake traf. Sein Anblick und Getue ging ihr direkt unter die Gürtellinie und fortan verwandelte sie sich zu dem unsicherem Naivchen, welches die Finger nicht mehr von diesem Sexgott lassen konnte. Ab und zu bäumte sie sich mal wie ein Teenager auf und wollte sich durchsetzen, doch ein kleiner Wink mit dem Finger, ließ sie geradewegs wieder in der Waagerechten landen. Nun ja...
Blake, Geschäftsführer einer Investmentfirma, smart, sexy, geheimnisvoll und eine ganze Menge mehr bla, bla. Tatsächlich schon siebenundzwanzig Jahre alt. (Immer wenn ich so etwas lese, ärgere ich mich, dass ich nicht schon vor Jahren nach Amerika ausgewandert bin. Denn nach sehr vielen Autoren laufen solche Männer dort reihenweise herum.) Na ja, im Verlaufe des Buches stellt er sich als Kontrollfreak heraus, der nur Ericas Bestes wollte. Moment mal, das kannte ich doch schon... Ich fand ihn mit zunehmenden Seiten dann auch etwas peinlich. Immer wieder machte er sich für Erica zum Idioten, weil er nicht gewillt war, sie gehen zu lassen. Trotz seiner Milliarden und seiner Intelligenz rannte er dieser kleinen Göre immer wieder nach. Das erschien mir weltfremd.

Ich stellte beim Lesen auch zunehmend fest, dass die Autorin eine Menge Ideen hatte. Auf mich wirkte es jedoch, als hätte sie all das in einen Sack geschmissen und über ihr erstes Buch ausgeschüttet. Es war zu viel des Guten. Wer schon einige Bücher dieses Genres gelesen hat, wird genauso wie ich bald feststellen, dass wir das alles schon irgendwoher kannten. Es war also nichts Neues dabei.

Das Buch, wie soll es anders sein, endet mit einem Cliffhanger. Aber von Spannung konnte ich da nichts entdecken. Bleibt zu hoffen, dass Wild sich in den nächsten noch ordentlich steigert, sonst muss ich leider zugeben, dass diese Reihe ein Fehlkauf war.


Fazit:

Es gibt bessere Erotikbücher. Hier stehen Dinge drin, die wir schon aus sehr vielen anderen Büchern kennen. Nichts wirklich Neues. Es fehlt an Spannung, Humor und die Protagonistin ist sehr anstrengend.
Von mir gibt es gerade mal 2 von 5 Sternen.
**

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