27. Dezember 2017

Jaqueline Mercedes - "Die Märchenjägerin"

Und wieder habe ich an einer Leserunde teilgenommen. Ich möchte mich ganz herzlich bei Jaqueline Mercedes für dieses Rezensionsexemplar bedanken.




Buch:

Jaqueline Mercedes
Die Märchenjägerin
Selfpublisher; 24.10.2017
Preis: 10,00 Euro
Taschenbuch; 248 Seiten
Genre: Fantasy




Inhalt:


Nach vielen Jahren der Gefangenschaft konnte sich Eve befreien. Nun ist sie zurückgekehrt, um die Hexe Maria zu töten. Doch ein anderer Jäger ist ihr zuvor gekommen... Er hat ihr die Aussicht auf Rache genommen.
Eine zurückgelassene Uhr mit der Gravur Ace ist der einzige Hinweis.

Nun macht sich Eve auf die Suche nach ihm. Doch bevor sie ihn findet und zu Rechenschaft ziehen kann, stellen sich noch einige Gefahren in ihren Weg.


Meine Meinung:


Die Geschichte begann vielversprechend. Die Protagonistin wurde als erbarmungslose Jägerin des Märchenwaldes dargestellt, die auf Rache an der bösen Hexe Maria aus war.
Doch Maria war nicht die einzige Feindin, die Eve hatte. Im Laufe der Geschichte lernte ich noch viele mehr kennen. Ich fand es sehr fantasievoll, dass Mercedes sogar aus Frau Holle eine boshafte Hexe machte.

Ich fand Eve klasse. Auch wenn sie die Bewohner des Märchenwaldes oder einige der Prinzessinnen nur des Geldes wegen rettete. Sie wirkte auf mich tough und etwas unterkühlt. Genau das Richtige für eine spannende Märchenadaption. An ihrer Seite stand ihr treuer Freund Dan. Auch ihn rettete sie vor vielen Jahren. Seitdem waren sie gemeinsam auf der Jagd.

Durch Mercedes leichten und flüssigen Schreibstil kam ich auch zügig voran. Doch so recht mitreißen konnte sie mich nicht.
Denn neben dem Hauptstrang der Handlung, in dem Eve nach dem Jäger Ace sucht, wurde ein Nebenstrang aufgebaut, in dem Eve eine Handvoll Märchenfiguren rettet, um mit ihnen zu Aschenputtel zu wandern. Diese Rettungen, die meist wahllos und spontan erschienen, lenkten den Verlauf der Geschichte. Es gab somit keinen wirklichen Schwerpunkt oder Leitfaden, sondern viele zufällige Rettungen, die Eve lenkten und kaum Spannung aufbauten.

Es blieb für mich zu hoffen, dass es zu einen Kampf zwischen ihr und diesem Ace kommen würde, denn erstens hatte sie ein Hühnchen mit ihm zu rupfen und zweitens sollte sie ihn ja zu einer der Hexen bringen. Doch stattdessen tanzt sie mit ihm und versank in eine Schwärmerei. Was sollte das denn?

Am Ende sollte ich aber zumindest ein wenig belohnt werden.
Es gab tatsächlich noch einen Kampf und zwar mit einem Wolf. Der Ausgang war traurig und ich konnte Eves Gefühle voll und ganz nachempfinden. Das war aber nur eine Szene aus dem kleinen Repertoire von guten Szenen, die mich wirklich überzeugen konnte. Auf mich wirkte die Geschichte eher wie eine Erzählung, die man zwischen Tür und Angel erzählte. Es fehlte an Details und bildlicher Darstellung.
Das Ende zielte auf einen Schock-Moment ab, rief bei mir jedoch eher ein Gähnen hervor. Schade, denn die Story hatte Potential.


Fazit:


Eine Geschichte mit großem Potential, aber schlecht ausgearbeitet. Hätte sich die Autorin mehr Zeit gelassen, wäre es durchaus ein schönes Leseerlebnis gewesen. So ist es einfach nur eine müde Story.
Ich vergebe 2 von 5 Sternen.

**


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