11. Dezember 2017

Türchen 11

Willkommen zum 11. Türchen des „Bücherblog-Freyheit-Adventskalender“s.

                                                                         Gastbeitrag von Frani

Heute beginnt ein kleines Projekt. Dazu brauche ich deine Hilfe. In den nächsten sieben Tagen werden wir zusammen eine Weihnachtsgeschichte schreiben. Wie diese sich gestalten und wie sie enden wird, das hängt von DIR ab. Ich schreibe heute einen kleinen Einstieg. Stelle die Hauptfiguren vor. Aber ich werde noch nicht das Genre festlegen oder mir ein Happy End überlegen. Denn nur DU entscheidest, was mit den Protagonisten passieren wird, wie diese handeln werden, ob vielleicht sogar eine neue Figur hinzukommt und ob unsere Geschichte ein Happy End bekommt oder nicht.

Also mache dich mit den beiden Protagonisten bekannt, stelle sie dir vor und schreibe mir in den Kommentaren, wie die Geschichte der beiden weitergehen soll. Ich sammele die Vorschläge und Ideen und werde sie in die Geschichte einbauen.
In genau einer Woche, also am 18. Dezember, wird diese Geschichte enden. Und wie das ausfällt, bestimmst DU.

Kommentare kannst du hier oder auf der Facebook-Seite des Bücherblogs posten oder eine E-Mail an den Bücherblog schreiben (hefama69@gmail.com)
. Bis 21 Uhr des jeweiligen Tages sammele ich alles und schreibe dann die Geschichte für das nächste Türchen mit euren Wünschen weiter. Übrigens nehme ich auch gern Ideen für einen Titel der Geschichte entgegen.

Ich hoffe, du bastelst fleißig mit an unserer weihnachtlichen Geschichte. :-)

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Der Wind schlug mir unbarmherzig ins Gesicht. Keuchend zog ich den weichen Schal höher, bis er auch meine Nase bedeckte. Meine Gesichtshaut spannte unangenehm und fühlte sich steinern und taub an. Der Stoff meines Schals rieb an der gereizten Haut. Ich stapfte weiter durch den hohen Schnee. Meine Beine waren bis zu den Knien in der weißen Masse versunken. Ich spürte, wie meine Jeans feucht vom Schnee an meinen Beinen klebte. Meine Socken waren durchgeweicht. Doch ich hielt nicht an. Ich zwang mich zum Durchhalten. Mehrmals krampfte ich die Hände in den Jackentaschen zu Fäusten zusammen. Die Mütze dämpfte die meisten Geräusche, aber das Knirschen des Schnees und das Pfeifen des Windes konnte ich trotzdem noch hören. Kraftlos schob ich die Schneemasse aus dem Weg. Immer das Ziel vor Augen. Das Taxi hatte mich mehr als vier Kilometer vor dem Haus meiner Eltern absetzen müssen. Die Straßen waren einfach nicht befahrbar. Seit einer Stunde kämpfte ich nun schon mit den Naturgewalten. Meine Augen tränten und meine Nase lief. Ich versuchte, mich an den Geschmack von dem selbstgemachten Weihnachtspunsch meiner Mutter zu erinnern. Fruchtig – mit einer süßen Apfelnote. Herb durch verschiedene Gewürze. Und dieser unverkennbare weihnachtliche Geschmack, den Zimt an sich hatte. Das Wasser lief mir im Mund zusammen. Seufzend sah ich hoch und schrie überrascht auf. Das Haus meiner Eltern war endlich in Sichtweite. Das Dach war bedeckt von einer weißen Decke und der sonst so gepflegte Blumengarten meiner Mutter war unter dem Schnee erstickt worden. Aber das war unverkennbar mein ehemaliges Zuhause. Die Fenster waren mit Lichterketten verziert. Auch von der Regenrinne hing ein Lichtervorhang. Die Fenster waren beschlagen und mit niedlichen Weihnachtsfigürchen beklebt, aber durch das große Wohnzimmerfenster waren die Umrisse des gewaltigen Tannenbaumes zu erkennen. Mein Vater und mein Bruder mussten rechtzeitig im Wald auf die Suche nach dem passenden Baum gegangen sein, denn die Tannenzweige waren schon mit allerlei bunter, leuchtender Dekoration verziert worden. Jemand stand neben dem Baum, mit dem Rücken zum Fenster. Ein Mann. Er hängte etwas an einen der Äste. Seine Schulterblätter stachen unter dem grauen Pullover hervor. Sein Anblick kam mir bekannt vor. Aber es war weder mein Vater, noch mein Bruder. Meine Mutter tauchte auf. Sie reichte ihm lächelnd eine Tasse. Er nickte ihr zu. Ich beschleunigte meine Schritte. So eine Tasse würde sich jetzt ganz wundervoll in meinen steifen Fingern machen. Der Mann drehte sich um. Unsere Blicke trafen sich. Erschrocken kam ich ins Stolpern. Er starrte mich kurz wortlos an, dann bewegten sich seine Lippen. Die Gesichter meiner Mutter und meines Vaters tauchten vor dem großen Fenster auf. Sie winkten aufgeregt. Meine Mutter verschwand. Sie rannte wahrscheinlich zur Tür, um mich in Empfang zu nehmen. Mein Blick traf wieder den des Mannes. Er wirkte betreten, unsicher. Ich wusste nicht, was ich fühlen sollte. Benommen machte ich mich wieder auf den Weg in Richtung warmes Heim.

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So viel zum Beginn unserer Geschichte. Alles weitere liegt bei dir. Alle Anregungen sind erwünscht. Namensvorschläge, neue Figuren, Figurenbeschreibungen, Ortsbeschreibungen, Handlungen, Dialoge, Gedankengänge. Ich nehme alles dankbar entgegen und freue mich auf eine interessante und ideenreiche Zusammenarbeit mit dir. :-)

Kommentare:

  1. Also..... Hallo erstmal!! :-D
    Ich stelle mir den Mann als eine Art Veterinär oder so vor. Er muss jetzt nicht unbedingt im Krieg gewesen sein, aber vielleicht war oder ist er Polizist? Und er soll irgendeine Verletzung oder irgendeinen Makel davongetragen haben. Zu perfekt ist doch langweilig!! ;-P

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